Zunächst einmal sollten wir definieren, was „Kontrast“ in diesem Zusammenhang bedeutet.
Der „Kontrast“, den wir heute besprechen, bezieht sich auf einen Kontrast in Persönlichkeit und Temperament.
Zum Beispiel:
- Eine kultivierte und sanfte Person flüstert Ihnen plötzlich überraschend vulgäre Worte ins Ohr.
- Oder ein Meituan-Lieferfahrer, der seinen Helm noch aufsetzt, sitzt an einem Klavier und spielt leidenschaftlich „Bohemian Rhapsody“.
Dies unterscheidet sich vom bloßen Rollenspiel, wie etwa beim „Sprach-Cosplay“ (语C), bei dem man absichtlich eine andere Persönlichkeit verkörpert. Das fällt nicht unter den Begriff des „Kontrasts“, über den wir heute sprechen.
Über den Unterschied können Sie selbst nachdenken.
Der Kontrast manifestiert sich typischerweise als Gegenüberstellung von Sanftmut, Eleganz und künstlerischem Empfinden einerseits und Urinstinkten, Wildheit und dem Wunsch nach Aggression andererseits.
Aus psychoanalytischer Sicht bedeutet dies den abwechselnden Ausdruck des Über-Ichs und des Es.
Die Voraussetzung für einen Kontrast ist daher, dass der Einzelne über ein starkes Über-Ich verfügen muss, das heißt, er muss selbstdiszipliniert sein und hohe moralische Standards einhalten.
Solche Menschen verfolgen auf spiritueller Ebene ihre eigenen Ideale, was auch die Wahrscheinlichkeit ihres körperlichen Wohlbefindens erhöht (gesunde Lebensgewohnheiten, Selbstbeherrschung).
Darüber hinaus wurzelt das sanfte, emotional stabile und tolerante Temperament einer Person mit der Eigenschaft „Kontrast“ in umfangreicher Erfahrung und einer starken, stabilen Persönlichkeit.
Ein künstlerisches oder philosophisches Temperament beruht auf zwei grundlegenden Eigenschaften: Erstens, dass diese Person Arbeit und Studium mühelos bewältigt und dennoch über ein stabiles emotionales Gleichgewicht und genügend Zeit für ihre Interessen verfügt. Zweitens, dass diese Person ihre Freizeit nicht mit oberflächlichen Aktivitäten wie Frauenjagd, endlosem Scrollen durch TikTok oder Videospielen verbringt.
Der Kontrast ist somit lediglich ein Lichtschein, der von der Spitze einer Pyramide ausgeht. Viel wichtiger ist, dass ein wahrhaft kontrastierender Mensch die untere Hälfte dieser Pyramide repräsentiert, die aus einer Anhäufung hervorragender Eigenschaften besteht.
Fühlst du dich also auch unwiderstehlich zu einem „Kontrast-Dom“ hingezogen?
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